Ultra Fast Fashion ist Teil unseres Alltags, auch wenn uns das nicht immer bewusst ist. Alle paar Wochen gibt es neue Kleidung zu niedrigen Preisen, die Trends wechseln schnell und unsere Kleiderschränke füllen sich fast unbemerkt.
Auf den ersten Blick scheint dies eine erschwingliche und bequeme Art des Kleidens zu sein. Blicken wir jedoch über den Preis hinaus, zeigt sich, dass Fast Fashion viel höhere tatsächliche Kosten hat. Kosten, die nicht immer sichtbar sind, aber Auswirkungen auf den Planeten, die Menschen und auch auf unsere Beziehung zu Kleidung haben.
Was versteht man unter Ultra Fast Fashion und warum hat sie sich so stark verbreitet?
Ultra Fast Fashion basiert darauf, Kleidung sehr schnell und in großen Mengen zu produzieren, um auf aktuelle Trends zu reagieren. Das Ziel ist klar: Es sollen ständig neue Produkte zu niedrigen Preisen angeboten werden, um häufige Käufe zu fördern.
Dieses Modell hat sich durchgesetzt, da es gut zum aktuellen Lebensrhythmus passt. Einkaufen ist einfach, schnell und scheinbar günstig. Das Problem ist jedoch, dass diese Schnelligkeit Konsequenzen hat.
Wenn Kleidung schnell und in großen Mengen hergestellt wird, bleibt oft etwas auf der Strecke.
Welche Auswirkungen hat das?
Eine der offensichtlichsten Folgen der Ultra Fast Fashion sind ihre Auswirkungen auf die Umwelt. Die Massenproduktion von Kleidung erfordert einen hohen Verbrauch an Wasser, Energie und Rohstoffen. Viele Kleidungsstücke sind auf eine kurze Lebensdauer ausgelegt, sodass eine große Menge an Kleidung entsteht, die schnell weggeworfen wird.
Da Schnelligkeit und niedrige Kosten im Vordergrund stehen, werden zudem Materialien und Verfahren eingesetzt, die die Auswirkungen auf die Umwelt nicht immer berücksichtigen. Das Ergebnis ist ein Modell, das Ressourcen verbraucht, viel produziert und noch mehr wegwirft.
Kleidung, die nicht lange hält und selten getragen wird
Eine weitere Auswirkung der Ultra Fast Fashion zeigt sich darin, wie wir Kleidung tragen. Wenn ein Kleidungsstück sehr günstig ist und einem aktuellen Trend entspricht, wird es oft spontan gekauft und nur selten getragen.
Dadurch füllen sich die Kleiderschränke mit Kleidung, die schnell an Wert verliert, und zwar nicht, weil sie kaputt ist, sondern weil sie nicht mehr dem aktuellen Trend entspricht.
Letztendlich wird das vermeintliche Schnäppchen teuer, wenn ein Kleidungsstück kaum getragen wird, bevor es in der Ecke landet oder weggeworfen wird.
Die sozialen Auswirkungen der Ultra Fast Fashion
Die tatsächlichen Kosten der Ultra Fast Fashion sind nicht nur ökologischer, sondern auch sozialer Natur. Der Druck, schnell und billig zu produzieren, lastet in der Regel auf den Menschen, die die Kleidung herstellen. Lange Arbeitszeiten, niedrige Löhne und prekäre Arbeitsbedingungen sind in vielen Produktionsketten der Fast-Fashion-Branche an der Tagesordnung.
Dieses Modell priorisiert Volumen und Gewinnspanne und lässt nur wenig Raum für eine faire und verantwortungsvolle Produktion.
Warum der Preis nicht alles sagt
Wenn es um Fast Fashion geht, ist der Preis oft das Hauptargument. Doch der Preis eines Kleidungsstücks spiegelt nicht alle Aspekte wider, die dahinterstecken.
Er berücksichtigt z. B. weder die Auswirkungen auf die Umwelt noch den Ressourcenverbrauch oder die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung. Auch die Frage, wie oft dieses Kleidungsstück tatsächlich getragen wird, bleibt unberücksichtigt.
Nur auf den Preis zu schauen, bedeutet, an der Oberfläche zu bleiben. Um die tatsächlichen Kosten zu verstehen, muss man sich fragen, welche Faktoren eine Rolle spielen und welchen Weg das Kleidungsstück im Laufe der Zeit nehmen wird.
Alternativen zur Ultra Fast Fashion
Angesichts dieses Modells suchen immer mehr Menschen nach Alternativen. Es geht nicht darum, mehr Geld auszugeben, sondern bewusster einzukaufen.
Die Wahl nachhaltiger, hochwertiger Kleidungsstücke mit zeitlosen Designs, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind, ist eine Möglichkeit, die Umweltbelastung zu reduzieren. Kleidung, die sich leicht kombinieren lässt und zu verschiedenen Anlässen getragen werden kann, trägt dazu bei, eine stimmige Garderobe aufzubauen.
Wichtig ist auch, auf die Materialien und die Herstellungsweise der Kleidungsstücke zu achten. Mode kann auch anders funktionieren, nämlich auf eine Weise, die den Planeten respektiert.
Der Ansatz von Ecoalf gegenüber Fast Fashion
Bei Ecoalf verfolgen wir von Beginn an eine klare Idee: Wir wollen zeigen, dass Mode auch anders gemacht werden kann. Deshalb setzen wir auf recycelte Materialien, verantwortungsbewusstere Prozesse und Designs, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind.
Wir glauben nicht daran, nur um der Produktion willen zu produzieren oder kurzlebigen Trends zu folgen. Stattdessen entwerfen wir Kleidungsstücke, die zum Alltag passen und Saison für Saison getragen werden können.
Denn wenn ein Kleidungsstück über einen längeren Zeitraum getragen und besser gepflegt wird, reduziert sich seine Umweltbelastung erheblich.
Was Sie als Verbraucher tun können
Eine nachhaltige Wirtschaft zu unterstützen, bedeutet nicht, alles auf einmal zu ändern. Es sind die kleinen Entscheidungen, die den Unterschied machen.
Dazu gehört, sich vor dem Kauf zu fragen, ob man ein Kleidungsstück wirklich tragen wird, auf die Materialien zu achten, auf Designs zu setzen, die nicht von schnelllebigen Modetrends abhängig sind, und die Kleidung, die man bereits besitzt, besser zu pflegen. All das sind einfache Gesten, die viel bewirken können.
Die tatsächlichen Kosten – eine Frage der Wahl
Die Entscheidung für verantwortungsbewusstere Alternativen zur Ultra Fast Fashion ist eine Möglichkeit, diese Auswirkungen zu reduzieren und ein gerechteres sowie nachhaltigeres Kreislaufmodell in der Modebranche zu unterstützen.
Letztendlich erzählt jedes Kleidungsstück, für das Sie sich entscheiden, eine Geschichte. Und die Entscheidung, welche Geschichte Sie unterstützen möchten, ist ebenfalls Teil des Wandels.